Sicherheit und Erste Hilfe in der OGS Driescher Hof

Sicherheit und Erste Hilfe werden groß geschrieben am D-Hof

Ein Projekt an der Offenen Ganztagsschule Driescher Hof sensibilisiert Kinder, Hilfe zu leisten und befähigt, sich selbst zu helfen

Gesundheitsförderung wird bei uns im D-Hof seit einigen Jahren groß geschrieben. Neben gesunder Ernährung, naturnahen Angeboten in den eigenen Gärten, viel Bewegung und Entspannung setzt sich nun die Offene Ganztagsschule Driescher Hof intensiv mit dem Themenschwerpunkt „Sicherheit und Erste Hilfe“ auseinander. Und das bereits seit November.

Alle 145 Kinder durchlaufen in dem von den OGS-MitarbeiterInnen konzipierten Projekt folgende Stationen:

  1. Wie helfe ich einem verletzten Kind?
  2. Wie setze ich einen Notruf ab?
  3. Wie versorge ich eine Wunde?
  4. Anlegen von Verbänden und Pflastern
  5. Umgang mit Nasenbluten, Insektenstichen und Brandverletzungen
  6. Was ist zu tun bei Feueralarm?
  7. Erste Hilfe: Stabile Seitenlage und wiederbelebende Maßnahmen

Zum Abschluss erhält jedes Kind einen Erste-Hilfe-Ausweis, in dem noch einmal alle wichtigen Punkte zusammengefasst sind.

Die Idee für das Projekt fasst OGS-Koordinator Michael Szpisjak wie folgt zusammen: „Wir wollen bereits im frühen Alter Hemmschwellen abbauen bzw. verhindern, dass überhaupt erst welche aufgebaut werden und dazu ermutigen, Hilfe zu leisten, wenn jemand in Not gerät oder sich verletzt. Dies üben wir spielerisch und schaffen damit eine Kultur des Hinschauens und Helfens.“

Ganz praktisch setzt das Bildungsangebot an der Lebenswelt der Kinder an: „Nutzt eure Smartphones, um im Ernstfall Hilfe zu holen und nicht, um ein Video zu drehen“, erklärt Gruppenleiterin Arta Shuti.

Ein besonderes Highlight ist die Erste-Hilfe-Schulung mit Nina und Daniel Flach, bei der an Kinder-Puppen beispielweise wiederbelebende Maßnahmen trainiert werden.

Möglich wurde der Erste-Hilfe-Kurs durch eine Spende der Firma Menten GmbH. Anna und Jan Menten verschaffen sich selbst einen Einblick vor Ort. Den Grund für ihre Unterstützung beschreibt Jan Menten: „Unfälle gehören bei uns zum Tagesgeschäft. Die Idee, bereits in jungen Jahren Kinder zu sensibilisieren und zu befähigen, Hilfe zu leisten, hat uns sofort überzeugt.“

„Als quasi Nachbarn des D-Hof freuen wir uns besonders, eine Jugendhilfeeinrichtung in unserem Stadtteil Forst zu unterstützen, deren Arbeit wir seit Jahren verfolgen und sehr schätzen“, ergänzt Anna Menten.

Besuch gab es im Rahmen des Erste-Hilfe-Projektes zudem von einem Notarztwagen. Dabei durfte nicht nur das Fahrzeug ausgiebig inspiziert werden sondern die Kinder alle ihre Fragen los werden. Auch die Polizei und Feuerwehr werden im Rahmen des Projektes für die Kinder der OGS Driescher Hof noch vor Ort sein.

Die Herangehensweise an die Thematik ist wie alle anderen Angebote des D-Hofs kreativ und setzt an den Interessen der Kinder an, wie Sandra Jansen, Leiterin D-Hof betont: „Partizipation, Ressourcenorientierung und Lernen mit Freude sind zentral in der Jugendarbeit und auch in unserem Bildungsangebot im Rahmen der Offenen Ganztagsschule.“

Und so setzen sich die Kinder mit den anspruchsvollen Themen mit viel Freude beispielweise im Rahmen von Rollenspielen auseinander oder mit Hilfe von selbst entworfenen Fotogeschichten. In 2er-Teams üben sie das Anlegen von Verbänden und Aufkleben von Pflastern. Dabei wird zusätzlich die Teamfähigkeit geschult und der sorgsame Umgang miteinander.

Durch diese ganzheitliche Herangehensweise verinnerlichen die Kinder das Gelernte, das sie so im Notfall auch abrufen können.

http://www.d-hof.de/kultur-des-hinschauens-kirchenzeitung-01-2018/